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Pressemitteilungen 21.05.2005

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PRESSEINFORMATION Nr. 8
21. Mai 2005

 

DSV-Verabschiedung: Silber-Barren für vier Athleten

Berlin (schwimm-press) Der DSV verabschiedet am Sonntagnachmittag (15.45 Uhr) unmittelbar vor dem Final-Abschnitt (16.00 Uhr) gleich vier große Schwimmer/innen der vergangenen Jahre: Franziska van Almsick (SG Neukölln), Katrin Meißner (Wfr. Spandau 04), Sven Lodziewski (Zehlendorfer TSV 88) und Christian Keller (SG Essen). Die vier Athleten erhalten aus den Händen von DSV-Präsidentin Dr. Christa Thiel und Sportdirektor Ralf Beckmann je einen 500 Gramm schweren Silber-Barren .

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PRESSEINFORMATION Nr. 7
21. Mai 2005

 

Kruppa kann mit Keller und Groß gleichziehen

Berlin (pps) Der Olympia-Zweite mit der 4x100-m-Lagenstaffel, Jens Kruppa (SC Riesa), hat bei den 117. Deutschen Meisterschaften in Berlin am Samstagnachmittag die Chance auf seinen neunten nationalen Titel über 200 m Brust (Langbahn). Der 28-jährige Schützling von Uwe Neumann könnte damit mit Michael Groß (100 m Schmetterling) und Christian Keller (200 m Lagen) gleichziehen. Einsame Spitze ist nach wie vor Heinz-Günther Lehmann mit zehn Titeln über 400 m Freistil – und die sogar in Folge (1942-1954, 1944-1946 Unterbrechung durch den Zweiten Weltkrieg). Noch zwei Titel mehr in Folge gewann Helga Schmidt über 100 m Rücken (1953-1964). Franziska van Almsick siegte über 200 m Freistil insgesamt zehn Mal – allerdings nicht in Folge.

 

Buschschulte vor Jubiläum

Berlin (pps) Antje Buschschulte (Magdeburg), Weltmeisterin 2003 über 100 m Rücken und dreifache Bronzemedaillen-Gewinnerin von Athen, greift im Finale über 100 m Rücken am Eröffnungstag der Deutschen Meisterschaften in Berlin nach ihrem 25 nationalen Einzel-Titel (Kurz- und Langbahn). Kontrahentin Sandra Völker (Berliner TSC) kommt in ihrer Laufbahn auf bisher 45 DM-Titel. Absolute Spitze ist der Hannoveraner Thomas Rupprath, der im heutigen Rennen über 100 m Schmetterling seinen 57. Deutschen Meistertitel (Einzel) gewinnen und in Berlin die 60 bei drei weiteren Starts (50 m Schmetterling, 50 und 100 m Rücken) komplett machen könnte.

 

Vincenzetti – Pizza-Bäcker statt Deutscher Meister

Berlin (pps) Der gebürtige Italiener Olivier Vincenzetti, der in den vergangenen zwei Jahren für die SG Essen gestartet ist, hat seine Laufbahn beendet und in seiner Heimatstadt Pesaro eine Lehre als Pizza-Bäcker aufgenommen. Der 26-Jährige war 2003 Dritter der Deutschen Meisterschaften über 50 und 100 m Brust, scheiterte aber in seinem Vorhaben, über den DSV Olympia-Teilnehmer 2004 in Athen zu werden. Vincenzettis Mutter ist Deutsche.

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PRESSEINFORMATION Nr. 6
21. Mai 2005

 

Langstrecken-Weltmeisterin Kamrau setzt auf 800 m für Peking 2008

Berlin (pps) Zu den Weltmeistern, die bei den 117. Deutschen Meisterschaften an den Start gehen, zählt auch Britta Kamrau (SC Empor Rostock 2000), die im Dezember vergangenen Jahres in Dubai die Titel im Langstreckenschwimmen über fünf und zehn Kilometer gewann. Allerdings will sich die 26 Jahre alte Jura-Studentin in Berlin (noch) nicht für die Weltmeisterschaften in Montreal (17. bis 31. Juli) qualifizieren. „Ich will einfach wieder einmal einen Wettkampf im Becken schwimmen, um etwas Abwechslung beim Training zu haben“, begründet die im aktuellen Langstrecken-Weltcup Führende ihre Starts über 800 m und 1500 m Freistil.

Für die Zukunft denkt Britta Kamrau aber durchaus an einen ernsthaften Versuch, sich über 800 m Freistil für die Olympischen Spiele in Peking zu qualifizieren. „Dieses Ziel steht auf ihrer langfristigen Planungsliste“, sagt Trainer Christian Bartsch. „Zwei Gründe gibt es dafür“, stellt sein Schützling fest. „Langstreckenschwimmen wird auf keinen Fall vor dem Jahr 2012 in das olympische Programm aufgenommen und da bin ich dann zu alt, zudem tut sich gerade über 800 m Freistil in Deutschland beim Nachwuchs nicht allzu viel.“

Nach den Deutschen Meisterschaften wird sie in die offenen Gewässer zurückkehren. Ihr nächster Start im Marathon-Weltcup ist für den 12. Juni in London über zehn Kilometer geplant. „Wenn das Wasser dort nicht noch zu kalt ist“, gibt sie zu bedenken. Ein weiterer Weltcup-Start als letzter Test für den 2. Juli beim 32-Kilometer-Rennen von Capri nach Neapel geplant. Dazu kommen die Deutschen Meisterschaften in Strausberg vor den Toren Berlins als WM-Qualifikation (24. bis 27. Juni) mit Starts über fünf, zehn und 25 Kilometer.

 

Handbruch stoppt Jens Thiele

Berlin (pps) Der WM-Fünfte von 2003 mit der 4x100-m-Freistilstaffel, Jens Thiele (SV Eidelstedt Hamburg), fällt für die Deutschen Meisterschaften in Berlin komplett aus. Der 24-jährige Wirtschafts- und Politikstudent hat sich bei den Norddeutschen Meisterschaften vor zwei Wochen im Vorlauf über 50 m Rücken beim Anschlag einen Bruch des Handwurzelknochens zugezogen. Thiele war bei den nationalen Titelkämpfen im vergangenen Jahr Sechster über 100 m Freistil und trainiert beim neuen Hamburger Stützpunkttrainer Carsten Gooßes – ehemals Trainer von Steffen Driesen in Uerdingen.

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PRESSEINFORMATION Nr. 5
21. Mai 2005

 

Zukünftig kein „Sommer-Loch“ mehr
Neue Wettkampf-Strukturen im DSV

Berlin (pps) Die Schwimmwoche, zuletzt 1989 in Dortmund und Kamen durchgeführt, erlebt mit den 117. Deutschen Meisterschaften in Berlin eine Art Wiederauferstehung. „Wir haben alle Jahrgangsmeisterschaften und die Offene Klasse unter einem Dach. Schwimm-Deutschland kann so gezielt auf einen Termin hin arbeiten“; erklärt DSV-Sportdirektor Ralf Beckmann (Kassel) am Freitagmittag in Berlin. Beckmann verspricht sich von der kompakten Schwimm-Woche auch eine „breitere Leistungsplattform“. „Dadurch, dass die Medaillen in den Jahrgangswertungen bereits in den Vorläufen vergeben werden, können sich die Top-Leute keine ‚Poker-Spielchen‘ in den Vorläufen erlauben. Das ist bei einer internationalen Meisterschaft ja auch nicht möglich.“

Ab der Saison 2005/2006 tritt dann eine grundsätzliche Änderungen der Wettkampfstruktur für Deutschlands Schwimmer ein. Die künftige Wettkampfplanung sieht dann drei Zyklen mit inhaltlich ähnlichen Grundstrukturen anstelle der bisherigen zweiteiligen Jahres-Periodisierung vor. Beckmann: „Wir werden einen Herbst-Winterblock mit der Kurzbahn- DM und EM haben, einen Frühjahrsblock mit den „Trials“ und einen Sommerblock mit der DM zwei Wochen vor dem Höhepunkt.“

Eine Abwertung der nationalen Titelkämpfe wird es aber nicht geben. „In den vergangenen Jahren waren einige Aktive bei Jahrgangsmeisterschaften nicht am Start, weil sie sich bereits auf das internationale Ereignis vorbereitet haben. Das ist durch das neue Konzept nun nicht mehr der Fall“, erklärte Tjark Schröder, der Fachsparten-Vorsitzende Schwimmen im DSV. Und das oft zitierte „Sommer-Loch“ verschwindet endlich. War die Wettkampf-Saison bislang für das Gros der deutschen Schwimmer Ende Mai bereits beendet, so wird sie zukünftig um ca. zwei Monate verlängert – für alle.

Für die Welt-Titelkämpfe in Montreal (17. bis 31. Juli) rechnet Ralf Beckmann mit einer Team-Stärke von 26-28 Aktiven, es könnten jedoch durch die Staffelbesetzungen auch über 30 werden. Beckmanns Ziel für die WM 2005: „Wir wollen in der Nationenwertung unter die ersten Fünf.“

 

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PRESSEINFORMATION Nr. 4
21. Mai 2005

 

Jens Schreiber mit Rekord-Ambitionen

Berlin (pps) Bei den Deutschen Kurzbahn-Meisterschaften 2003 in Gelsenkirchen machte Jens Schreiber mit seinem Sieg über 100 m Freistil erstmals national auf sich aufmerksam. Im vergangenen Jahr bestätigte der 22-jährige Student (Ingenieur und Wirtschaftswissenschaften) aus Hannover diese Leistung mit insgesamt vier DM-Titeln (Kurz- und Langbahn). Der internationale Durchbruch gelang ihm schließlich bei der Kurzbahn-EM in Wien im vergangenen Dezember mit Rang drei über 100 m Freistil. Dementsprechend hat er sich auch für die anstehende Saison hohe Ziele gesetzt: „Ich peile wie mein Vereinskamerad Lars Conrad den Deutschen Rekord über 100 m Freistil an. International will ich den Anschluss schaffen, mich in einem Einzelrennen für ein Finale qualifizieren.“

Über 200 m Freistil schraubt Schreiber seine Erwartungen aber zurück: „Hier fehlen mir einfach durch mein Studium und ein paar kleineren gesundheitlichen Problemen in den letzten Wochen die nötigen Meter in der Vorbereitung.“ Schreibers Vorteil: Seine Trainingsgruppe bei den Wasserfreunden Hannover ist gespickt mit Spitzen-Schwimmern wie Thomas Rupprath, Lars Conrad oder Stephan Kunzelmann. „Über 4x100 m Freistil und 4x100 m Lagen dürften wir nicht zu schlagen sein. Die Deutschen Rekorde müssten eigentlich fallen.“

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PRESSEINFORMATION Nr. 3
21. Mai 2005

 

Warnecke - „Leichtgewicht“ mit neuen Ambitionen

Berlin (pps) Rank und schlank präsentiert sich Mark Warnecke vor den 117. Deutschen Meisterschaften in Berlin. „Ich habe seit Weihnachten mehr als 14 Kilogramm abgenommen. Mein Spiegelbild war ausschlaggebend. So konnte es nicht weiter gehen“, erklärte der Essener Arzt bei der Eröffnungs-Pressekonferenz. Angefangen mit den üblichen Diätstoffen entwickelte der 35-Jährige gemeinsam mit einem Lebensmittel-Chemiker ein neues Diätpulver. „Wir wollten die Produkte, die auf dem Markt erhältlich sind, optimieren. Herausgekommen ist ein Diätpulver speziell für Leistungssportler, bei dem im Gegensatz zu den üblichen Produkten keine Muskelmasse abgebaut wird.“

Das „Rezept“ ging auf. Der Ex-Weltrekordler über 50 m Brust überraschte nicht nur sich selbst mit guten Trainings- und Wettkampf-Resultaten im Vorfeld der DM. „Mit der körperlich besseren Form habe ich mich auch innerlich immer besser gefühlt.“ Warneckes Ziel nach der verpassten Olympia-Qualifikation im vergangenen Jahr ist die WM in Montreal. „Wenn ich die Qualifikation schaffe, kommen nochmals drei bis vier Kilogramm runter.“

Aber nicht nur optisch hat sich der Schützling von Horst Melzer bei der SG Essen verändert, auch beruflich steht eine Veränderung an. „Mein alter Vertrag war bereits am 31. September 2004 ausgelaufen. Seither konnte ich mich voll und ganz dem Training widmen. Nach der DM oder nach der WM steige ich aber wieder in meinen Beruf als Arzt ein. Die berufliche Zukunft steht demnach, die sportliche bleibt allerdings ungewiss: „Ich habe keine speziellen Pläne für die Zukunft.“

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PRESSEINFORMATION Nr. 2
21. Mai 2005

 

Di Carli: Weiterentwicklung in Südafrika

Berlin (pps) Im vergangenen Jahr war Marco di Carli (SV Sigiltra Sögel) der „kleine Floh“, der sich überraschend für Olympia in Athen qualifizieren konnte und sich dort bis ins Finale über 100m Rücken schwamm. „In diesem Jahr wird der Druck schon größer sein“, vermutet er selbst. Neben seiner Spezialstrecke wird er bei den 117. Deutschen Meisterschaften in Berlin auch über 50 m Rücken sowie 50 m und 100 m Freistil an den Start gehen. „Vielleicht kann ich mich ja sogar in die WM-Staffel über 4x100 m Freistil schwimmen“, sagt der 20-jährige Bundeswehr-Soldat den Spezialisten den Kampf an.

Rund vier Wochen lang bereitete er sich bei seinem Trainer Dirk Lange in Pretoria vor, der dort seit Anfang März als Cheftrainer für den südafrikanischen Schwimm-Verband arbeitet. Nach Ende seiner Bundeswehr-Zeit will di Carli Ende August ganz in die südafrikanische Hauptstadt übersiedeln und dort im Februar kommenden Jahres auch ein Studium im sportwisssenschaftlichen Bereich beginnen. Zu seinen Trainingspartern wird dann unter anderen Ryk Neethling, Staffel-Olympiasieger (4x100m Freistil) und Kurzbahn-Weltrekordler (100 m Lagen), zählen.

„Wir haben in Pretoria mit einer Art Olympiastützpunkt hervorragende Bedingungen, zudem kann ich mich mit Dirk Lange professionell auf meine Wettkämpfe vorbereiten“, hält er große Stücke auf seinen Trainer. „Deshalb sehe ich in Südafrika die größten Chancen für meine sportliche Weiterentwicklung,“ sagt der letztjährige Deutsche Meister über 100 m Rücken.

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PRESSEINFORMATION Nr. 1
21. Mai 2005

 

Poleska: „Lieber Nerven schonen als Feuer unter dem Hintern“

Berlin (pps) Zu den sportlichen Höhepunkten der 117. Deutschen Meisterschaften in Berlin zählen unter anderem die 200 m Brust der Frauen am Sonntag. Mit den Olympia-Startern Titelverteidigerin Birte Steven (VfL Sindelfingen) und Vipa Bernhardt (SG Frankfurt/Main) sowie der Deutschen Kurzbahn-Meisterin Simone Weiler (SV Nikar Heidelberg) hat es die Olympia-Dritte von Athen, Anne Poleska (SG Essen), gleich mit einem Trio zu tun, das ihr die Fahrkarte zu den Weltmeisterschaften in Montreal (17. bis 31. Juli) streitig machen will. „Die werden mir ordentlich Feuer unter dem Hintern machen. Das ist zwar für das Publikum gut, aber ich hätte lieber einen beruhigenden Vorsprung und könnte meine Nerven schonen“, meint die 25 Jahre alte Management-Studentin an der Universität von Tuscaloosa im US-Bundesstaat Alabama.

Nach letzten Klausuren Anfang Mai kann sich Anne Poleska nun auf die WM-Qualifikation konzentrieren. Um Ruhe zu bewahren und Kraft zu tanken, bereitete sie sich unter anderem in einem kurzen Trainingslager auf Mallorca auf die Deutschen Meisterschaften vor. Betreut wurde sie dort von ihrer Uni-Trainerin Sonya Porter. „Zuletzt habe ich aber vor allem nach Plänen von Mike Lohberg trainiert. In Bezug auf Rhythmus und Technik war ich noch weit hinter meinem Athen-Standard zurück. Lohberg hat mich wieder hingekriegt“, schwört Anne Poleska auf den deutschen Trainer in Coral Springs/Florida. Sie will sich auch in den nächsten Wochen nach den Plänen von Mike Lohberg vorbereiten. „Dann ist sicher eine Steigerung bis zur WM noch möglich.“

Aber nicht nur die Weltmeisterschaften in Montreal sind das erklärte Ziel der gebürtigen Krefelderin, sondern auch die Olympischen Spiele 2008 in Peking. Zuvor geht es Ende August noch einmal zurück in die USA („um meinen Studien-Abschluß als Masters-Bachelor zu machen“), ehe die elfmalige Deutsche Meisterin ganz nach Deutschland zurückkehren will. Dank ihrer Bronzemedaille von Athen hat sie auch verstärkt die Aufmerksamkeit der Medien auf sich gezogen. „Das Telefon stand in den letzten Tagen weniger still als in der Vergangenheit vor einer Meisterschaft.“ Die gesteigerte Aufmerksamkeit ist Anne Poleska durchaus nicht unangenehm. „In den USA erweckt man nur mediales Interesse, wenn man in den Profi-Sportarten wie Football etwas reißt.“

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