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Pressemitteilungen 23.05.2005
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PRESSEINFORMATION Nr. 3
23. Mai 2005 |
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Beckmann: „Frischer Wind durch neue Riege“
Berlin (pps) Mit verhaltenem Optimismus blickt Ralf Beckmann (Kassel) nach den ersten beiden der insgesamt sechs Wettkampf-Tage in Berlin der WM in Montreal (17. bis 31. Juli) entgegen. „Die Signale stimmen mich optimistisch, aber nicht euphorisch“, zeigte sich der DSV-Sportdirektor mit den gezeigten Leistungen bisher zufrieden. „Es weht ein frischer Wind durch eine neue Riege“, stellt er mit Blick auf die „jungen Wilden“ Marco di Carli (SV Sigiltra Sögel), Helge Meeuw (SC Wiesbaden) oder Daniela Götz (SSG Erlangen) fest, die sich allesamt bereits für die WM in Kanada qualifizieren konnten.
„Es war eine perfekte Inszenierung unserer Junioren“, meinte Ralf Beckmann zu der „ersten nacholympischen Standortbestimmung auf dem Weg nach Peking“, die für ihn auch „Signalwirkung“ hat. Der Aufstieg in die Weltklasse wird nach seiner Auffassung immer schwerer. „Die Professionalisierung im Weltschwimmsport schreitet weiter fort, und besonders der asiatische Raum mit Japan und Gastgeber China bereitet sich intensiv auf Olympia vor.“
Bislang hat Beckmann einschließlich der 4x100-m- Freistilstaffeln der Männer und Frauen 13 Aktive auf seiner WM-Nominierungsliste:
Männer: Marco di Carli (SV Sigiltra Sögel), Helge Meeuw (SC Wiesbaden), Thomas Rupprath (Wfr. 98 Hannover), Leif-Marten Krüger (SC Magdeburg), Stefan Herbst (SSV Leutzsch), Jens Schreiber (Wfr. 98 Hannover), Lars Conrad (Wfr. 98 Hannover).
Frauen: Daniela Götz (SSG 81 Erlangen), Antje Buschschulte (SC Magdeburg), Annika Mehlhorn (SG ACT/Baunatal), Petra Dallmann (SV Nikar Heidelberg), Annika Liebs (SV Würzburg 05), Meike Freitag (SG Frankfurt/Main).
Anne Poleska neue Aktivensprecherin
Berlin (pps) Die Olympia-Dritte über 200 m Brust, Anne Poleska (SG Essen), wurde im Rahmen der Deutschen Meisterschaften in Berlin zur neuen Aktivensprecherin der DSV-Nationalmannschaft Schwimmen gewählt. Die 25-jährige US-Studentin setzte sich knapp gegen Lars Conrad (Wfr. 98 Hannover) durch. Das Duo Poleska/Conrad löst Christian Keller (SG Essen) und dessen Stellvertreterin Sandra Völker (Berliner TSC) ab.
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PRESSEINFORMATION Nr. 2
23. Mai 2005 |
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Meeuw und di Carli – die Zwei aus Stube 110
Sie machen alles gemeinsam – teilen sich den Sieg
Berlin (pps) Die Bundeswehr-Gefreiten Helge Meeuw (20) und Marco di Carli (20) teilen sich in der „Emmich-Cambrai-Kaserne“ in Hannover Stube 110. Sie machen alles gemeinsam – fast alles. „In den vergangenen Monaten haben wir buchstäblich Tisch und Bett geteilt“, sagt Marco di Carli. Bei den Deutschen Meisterschaften in Berlin teilten sie sich jetzt auch in aller Freundschaft den Titel über 100 m Rücken in 54,78 Sekunden. Für beide war es bereits der zweite.
Meeuw und di Carli stehen exemplarisch für den „frischen Wind im DSV“ (Sportdirektor Ralf Beckmann), für eine neue Generation auf dem Weg zu den Olympischen Spielen 2008 in Peking, liebenswert frech, respektlos vor großen Namen. „Es ist an der Zeit, dass wir mehr in den Vordergrund rücken“, formuliert ein selbstbewusster Marco di Carli (SV Sigiltra Sögel).
„Über die 100 m Rücken bin ich mit größtem Respekt gestartet“, erklärt der Emsländer di Carli, der sich künftig in Südafrika bei seinem Trainer Dirk Lange auf Peking 2008 vorbereiten will. Entsprechende Weichen sind innerhalb des DSV bereits gestellt worden. Ein abschließendes Gespräch mit DSV-Sportdirektor Ralf Beckmann soll noch während der DM in Berlin stattfinden. Mit Steffen Driesen (SG Bayer Wuppertal/Uerdingen/ Dormagen/54,82), Thomas Rupprath (Wfr. 98 Hannover/54,84) und Stev Theloke (Schwimmteam Chemnitz/55,07) konnte das Duo immerhin drei gestandene und hoch dekorierte Weltklasseschwimmer hinter sich lassen. Die ersten Fünf blieben im Übrigen alle unter der geforderten Norm von 55,10 Sekunden – ein Ergebnis von höchstem internationalen Format für den DSV!
Di Carli liegt ein Angebot des italienischen Schwimm-Verbandes vor, in Zukunft für Italien zu starten. „Durch meine Ergebnisse bei den Deutschen Meisterschaften komme ich gar nicht in die Verlegenheit, den Verband wechseln zu müssen. Aber es ist doch nicht schlecht, wenn man immer noch Hintertürchen offen hat.“ Di Carlis Vater ist gebürtiger Italiener.
Der durch seine Eltern schwimmsportlich vorbelastete Helge Meeuw hatte „eigentlich keinen Gedanken an die WM-Qualifikation über 100 m Rücken verschwendet. Und wenn es über 200 m Schmetterling gut läuft, werde ich wohl in Montreal auf die 100 m Rücken verzichten.“ Für den drittplatzierten DSV-Rekordler Steffen Driesen möglicherweise eine neue Chance auf die WM-Teilnahme. Meeuw hat sich für Berlin ein Mammut-Programm auferlegt: nach den 100 m Schmetterling und 100 m Rücken folgen jetzt noch die 200 m Schmetterling, 200 m Rücken, 50 m Schmetterling und 50 m Rücken sowie zwei Staffel-Einsätze für seinen Heimatverein SC Wiesbaden!
Meeuw möchte nach seiner Bundeswehr-Zeit ab Herbst am liebsten Medizin studieren, ersatzweise Wirtschaftswissenschaften. Mutter Jutta Weber (50) war 1972 in München die erste bundesdeutsche Kraulsprinterin über 100 m auf der Langbahn unter einer Minute, gewann Bronze mit der 4x100 m Freistilstaffel, Vater Folkert (58) dreimaliger Staffel-Europameister und zweimaliger Olympia-Finalist 1968 und 1972 über 200 m Schmetterling.
„Ich habe zuhause ein Verbot ausgesprochen, was das Thema Schwimmen betrifft“, versucht Helge Meeuw den ungebrochenen Enthusiasmus seiner Eltern ein wenig einzubremsen.
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PRESSEINFORMATION Nr. 1
23. Mai 2005 |
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Sie bleiben dem Schwimmsport erhalten…
Berlin (pps) DSV-Präsidentin Dr. Christa Thiel und Sportdirektor Ralf Beckmann haben am Sonntag Franziska van Almsick (SG Neukölln), Katrin Meißner (Wfr. Spandau 04), Christian Keller (SG Essen) und Sven Lodziewski (Zehlendorfer TSV 88) offiziell aus der deutschen Nationalmannschaft verabschiedet, die zusammen fast 120 internationale Medaillen bei Europa- und Weltmeisterschaften und Olympischen Spielen gewonnen haben. Aber alle Vier gehen dem Schwimmsport nicht verloren, wie Ralf Beckmann in seiner Laudatio betonte: Franziska van Almsick arbeitet künftig als „Expertin“ für die ARD, Christian Keller für das ZDF, Katrin Meißner ist Vize-Präsidentin einer der erfolgreichsten DSV-Vereine, der Wasserfreunde Spandau 04 Berlin, und Sven Lodziewski wird als Arzt in das medizinische Betreuer-Team des DSV eingebunden. Dr. Christa Thiel überreichte den ehemaligen Aktiven neben einem Blumenstrauß als Ehrengabe je einen 500 Gramm schweren Silber-Barren.
Franziska van Almsick gestand, dass sie zwischenzeitlich durchaus noch mal geschwankt habe, ob sie ihre Rücktrittserklärung nach Athen wieder rückgängig machen solle, meinte dann aber auf einer Pressekonferenz bei den Deutschen Meisterschaften in Berlin: „Es ist Zeit für eine neue Generation. Der Schwimmsport braucht eine neue Chance…“
Daniela Götz: Mit mehr Training zum Erfolg
Berlin (pps) Ihr Wechsel vom TSV Katzwang zur SSG 81 Erlangen nach den Olympischen Spielen in Athen hat Daniela Götz, Olympia-Dritte mit der 4x100-m-Lagenstaffel, einen neuen „Schub“ gebracht. „Ich trainiere jetzt vom Umfang her viel mehr. Aber auch sonst hat sich im Trainingsalltag viel getan“, so die 17-Jährige, die davon profitiert, dass ihre Schule „sportorientierten Unterricht“ anbietet. Das bedeutet, „Training vor der Schule ist möglich, ohne dafür um fünf Uhr aufstehen zu müssen“. Auch die vielen Trainingslager stehen der beruflichen Ausbildung nicht im Wege: „Ich kann viel vorarbeiten und nehme mir immer ausreichend Material mit.“
Sportlich gesehen blickt Daniela Götz nach ihrem erfolgreichen DM-Auftritt mit Platz eins und WM-Norm über 100 m Freistil in 54,94 Sekunden derzeit nur auf die Welt-Titelkämpfe in Montreal (17. bis 31. Juli). „Das wird mein erstes internationales 100-m-Einzel-Rennen sein, und ich werde abwarten, wie es läuft. Erst danach kann ich weiter nach vorne blicken.“
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