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 Presse 20.06.2006


PRESSEINFORMATION Nr. 2 cosmos pps
20. Juni 2006

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Madsen holt drei Spezialisten in sein Team

Berlin (schwimm-press) Der neue DSV-Sportdirektor Dr. Örjan Madsen will auf seinem Weg zur „Weltklasse 2008“ im DSV nichts dem Zufall überlassen. Madsen plant bis zu den Olympischen Spielen 2008 in Peking insgesamt drei vierwöchige Höhentrainingslager pro Jahr für Deutschlands Schwimmelite. „Dabei werden wir auch mit ausgewiesenen Experten in Fragen des Höhentrainings zusammenarbeiten“, erklärte der 60 Jahre alte Norweger zum Auftakt der 118. Deutschen Meisterschaften in Berlin.

Bereits bei der ersten Maßnahme auf dem „langen Marsch“ nach Peking im Herbst dieses Jahres wird er dabei von einem Trio unterstützt, das aus dem Sportwissenschaftler Dr. Jim Stray-Gundersen aus den USA, dem deutschen Mediziner Prof. Walter Schmidt von der Universität Bayreuth und dem norwegischen Psychologen Sverre Kille bestehen wird. Das Höhentrainingslager soll vom 28. September bis 27. Oktober in Los Alamos im US-Bundesstaat New Mexico oder in der Sierra Nevada in Spanien stattfinden.

Um in der absoluten Weltklasse mithalten zu können, fordert Örjan Madsen den „Vollprofi“ im Schwimmen, „so wie es in anderen Ländern längst üblich ist“. Bis zu 170 Tage pro Jahr soll das DSV-Team in den kommenden zwei Jahren zusammen trainieren. „Das wird auch eine hohe Anforderung an die geistige Ausdauer und Kraft“, weiß er um die Problematik in der mentalen psychischen Belastung.

Für die Titelkämpfe in Berlin erwartet der DSV-Teamchef gute Leistungen. „Wer hier und bei den Europameisterschaften gute Leistungen bringt, wird in unserem Projekt Weltklasse 2008 vorrangig gefördert“, verkündet Madsen. Für die EM in Budapest (26. Juli bis 6. August) rechnet er mit einer „28- bis 30-köpfigen“ Mannschaft.


Britta Steffen schwimmt auf Rang vier der Weltrangliste

Berlin (schwimm-press) In starker Form präsentierten sich bereits im Vorlauf der 118. Deutschen Meisterschaften in Berlin die Schwimmerinnen über 100 m Freistil. Britta Steffen (SG Neukölln Berlin) schob sich als Schnellste mit persönlicher Bestzeit von 54,61 Sekunden auf Platz vier der aktuellen Weltrangliste direkt vor die mit 54,88 Sekunden ebenfalls persönliche Bestzeit schwimmende Annika Liebs (SV Würzburg 05). Schnellere Siegerzeiten gab es bei Deutschen Meisterschaften bislang nur zweimal: Im Olympiajahr 2000 durch Antje Buschschulte (SC Magdeburg) mit ihrem heute noch bestehenden Deutschen Rekord von 54,39 Sekunden und ein Jahr später durch Sandra Völker (SG Hamburg) mit 54,53 Sekunden. Alle acht Finalistinnen blieben in diesem Jahr deutlich unter 56 Sekunden. Am Mittwoch könnte es das schnellste DSV-Finale aller Zeiten über diese Strecke geben…

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PRESSEINFORMATION Nr. 1 cosmos pps
20. Juni 2006

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Jens Schreiber und Lars Conrad müssen passen

Berlin (schwimm-press) Mit Jens Schreiber und Lars Conrad (beide Wfr. 98 Hannover) müssen zwei der Mitfavoriten auf den Titel über 100 m Freistil bei den 118. Deutschen Meisterschaften passen. Beide haben nach einer Mandelentzündung (Schreiber) bzw. einem Fahrradunfall und Mittelohrentzündung (Conrad) noch Trainingsrückstand und verzichten deshalb auf einen Start in Berlin. „Sie fallen definitiv aus“, erklärte Bundestrainer Manfred Thiesmann (Warendorf).

Das Duo, das im vergangenen Jahr zum deutschen WM-Team in Montreal gehörte, kann nach den Nominierungskriterien des DSV damit auch nicht an den Europameisterschaften in Budapest (26. Juli bis 6. August) teilnehmen. Bei den Deutschen Meisterschaften 2004 hatte Jens Schreiber die 100 m Freistil vor Lars Conrad für sich entschieden.

Poleska als „Vollprofi“ mit Ziel Peking 2008 zurück in die USA

Berlin (schwimm-press) Anne Poleska (SG Essen) zieht es zurück in die USA .„Ich werde mich ab September in Florida gezielt auf die Olympischen Spiele 2008 vorbereiten“, erklärte die Vize-Weltmeisterin über 200 m Brust zum Auftakt der 118. Deutschen Meisterschaften. „Das Flair dort ist einfach anders“, stellte die 26 Jahre alte Aktivensprecherin des DSV fest, die erst zu Beginn dieses Jahres nach einem vierjährigen Management-Studium in Tuscaloosa im US-Bundesstaat Alabama nach Deutschland zurückgekehrt und von der SG Krefeld zur SG Essen gewechselt war.

„Zusammen mit Horst Melzer als Trainer in Essen und meinem langjährigen Coach Michael Lohberg in Coral Springs/Florida bilden wir ein gutes Trio“, meinte Anne Poleska, die sich aber trotzdem mehr als „Alleinunterhalterin“ in Essen vorkommt. „Die „Trainingsgruppe Poleska-Warnecke bestand zumeist nur aus Poleska“, berichtet sie mit einem Lächeln. Mark Warnecke, im vergangenen Jahr in Montreal mit 35 Jahren der älteste Weltmeister aller Zeiten, konzentrierte sich in den vergangenen Monaten mehr auf seine berufliche Zukunft als Arzt und Jung-Unternehmer.

„Ich bin es gewohnt, in einer Mannschaft zu trainieren“, sagt Anne Poleska. Dabei will sie aber auch den vom neuen DSV-Sportdirektor Dr. Örjan Madsen vorgelegten Plan im Hinblick auf Olympia mittragen. „Es ist ein gewagtes Konzept. Das wird eine harte Nuss werden, aber ich lasse mich darauf ein“, sagt Anne Poleska. Der 60-jährige Norweger will in seinem Projekt „Weltklasse 2008“ insgesamt drei vierwöchige Höhentrainingslager pro Jahr durchführen. „Ich denke, er weiß, auf was er sich da einlässt“, erhält Örjan Madsen Zuspruch von Anne Poleska.

„Sie will als Vollprofi arbeiten und so trainieren, wie es in anderen Ländern längst üblich ist“, sagt der Teamchef der Bronzemedaillengewinnerin von Athen seine Unterstützung zu. Die 13-malige Deutsche Meisterin Anne Poleska peilt ihre dritten Olympischen Spiele an. „Ich bin noch nicht an meine Grenzen gestoßen und habe das perfekte Rennen noch nicht geschwommen. Das will ich noch aus mir herauskitzeln“, nennt sie ihr Ziel. Bei den Titelkämpfen in Berlin will sie ihren Vorjahreserfolg über 200 m Brust wiederholen und sich für die Europameisterschaften in Budapest (26. Juli bis 6. August) qualifizieren.

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